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Raiffeisenskulptur

in Hilpoltstein

Die Skulptur gliedert sich in drei zeitliche Ebenen. Auch die Bankengruppe ist dreistufig aufgebaut. In der Bodenebene beziehungsweise Trägerplatte ist das Emblem der Raiffeisengenossenschaften herausgeschnitten und als Silhouette gut erkennbar. Es stellt ein Giebelkreuz dar, welches als Schutzsymbol für die Genossenschaft fungierte, und in der allgemeinen Bevölkerung als Schutzzeichen auf dem Dachgiebel ihrer Häuser zu sehen war. Auf dieser etwa 2 cm über dem Boden schwebenden Metallplatte kann der Betrachter verschiedene Gebrauchsgegenstände aus der Zeit des 19. Jahrhunderts erkennen, die da wären: ein Pflug, eine Kornsense, Haue, Kneifzange und Hammer. Gegenstände die dem ehemals erfolgreich wirkenden Bürgermeister und Gründervater der Raiffeisengenossenschaften Friedrich Wilhelm Raiffeisen durchaus geläufig waren. Sie sollen symbolisch das Bauern- und Handwerkswesen der Bevölkerung darstellen. Eine Bevölkerung die von Hunger geplagt, den Wucherern und Landesherrn unbarmherzig ausgesetzt waren in einer Gegend, deren Boden wenig hergab und deren Klima rau war. Eine neue Entwicklung der Bevölkerung, die zweite Ebene der Skulptur, nahm seinen Lauf mit dem ehrgeizigen Schaffen des Bürgermeisters F. W. Raiffeisen, welcher eine neue Infrastruktur durch Straßenbau, Schulen und Genossenschaften zur gegenseitigen Unterstützung der ärmlichen und bessergestellten Menschen entwickelte. Dargestellt durch das ( Schwung-) Rad, das nicht nur Transportwege sondern auch die langsame Industrialisierung erkenntlich machen will. Ein Papierweg zieht sich hinauf, auf die dritte und letzte Ebene, die augenscheinlich aktuelle Situation, das moderne Bankwesen, welches ohne innovative Computertechnik nicht mehr vorstellbar wäre, symbolisiert durch einen Laptop.